Chancenlosigkeit ist nicht unsere Politik! JA zum Zugang zu Lehre und Arbeitsmarkt für Asylsuchende!
In Österreich passiert tagtäglich Zukunftsraub. Aufgrund eines ministeriellen Erlasses aus dem Jahr 2004 dürfen jugendliche Asylwerber/innen keine Lehre machen und auch erwachsene Asylsuchende haben bis auf die Saison- und Erntearbeit keinen Zugang zum regulären Arbeitsmarkt.
Perspektivlosigkeit unter jungen Menschen ist die Folge. Viele Jugendliche sind nach Absolvierung der Pflichtschule zum Nichtstun verdammt. Sie wünschen sich, eine Lehre zu machen, aber der Erlass verbietet es. Dabei gibt es in einigen Bundesländern sogar einen Überschuss an offenen Lehrstellen!
Auch Erwachsene trifft es hart. Bis ein Asylverfahren endgültig entschieden ist, vergehen oft Jahre. In dieser Zeit sind Betroffene von staatlichen Hilfen abhängig. Mancherorts eingerichtete gemeinnützige Beschäftigungsprojekte helfen ein wenig, aber sind kein Ersatz für reguläre Arbeitsmöglichkeiten.
Setzen wir uns für Chancen ein! Jede/r kann Freund/innen, Bekannte und Kolleg/innen für unser gemeinsames Anliegen gewinnen!
Jetzt unterstützen! Machen Sie sich stark in zwei Schritten:
Machen wir uns stark für den Zugang zu Lehre und Arbeitsmarkt für Asylsuchende
Österreich ist ein vielfältiges Land und das ist gut so. Darauf kann man etwas aufbauen. Österreich wird aber seit Jahren von einer zunehmend menschenfeindlichen Politik geprägt. Statt das Zusammenleben zu stärken, werden Mauern und Schikanen errichtet und Menschen verunsichert. Ändern wir doch die Dinge, die schief laufen! Bieten wir allen, die hier leben, faire Chancen und setzen wir der Perspektivenblockaden ein Ende.
Die Politik des Zauderns, Zündelns und des Zynismus war jetzt lange genug am Wort. Wir brauchen keine Entscheidungsträger/innen, die Menschen gegeneinander aufwiegeln. Wir verzichten auf alle, die Flüchtlinge zu Sündenböcken machen. Wir lassen uns nicht mehr einreden, dass Rechtlosigkeit und Chancenverweigerung das Zusammenleben in Österreich stärken. Das Gegenteil ist der Fall.
Daher: Machen wir uns stark gegen Perspektivlosigkeit! Kein Mensch soll zum Nichtstun verdammt sein! Setzen wir uns dafür ein, dass Asylsuchende nach spätestens 6 Monaten Wartezeit eine Lehre machen oder sich eine Arbeit suchen können!
Konkret fordern wir:
Aufhebung des ministeriellen Erlasses vom 20.5.2004, der die Arbeitsmöglichkeit für Asylwerber/innen auf die Saison- und Erntearbeit beschränkt: Voller Zugang zum Arbeitsmarkt spätestens 6 Monate nach Asylantragsstellung.
Zugang für jugendliche und junge erwachsene Asylwerber/innen zu Lehrstellen. Junge Menschen sollen die Möglichkeit der Berufsausbildung nach der Pflichtschule erhalten.
Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für AsylwerberInnen. Qualifizierung soll ebenso gefördert werden wie Sprachenkenntnisse!